Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu internationalen Angelegenheiten /Studium/ Weiterbildung/ Facharztanerkennung, etc.:

Frage:
...........ich habe hier in Deutschland nach dem Studium der Humanmedizin bereits 3 Jahre und 3 Monate der Facharztausbildung zum MKG-Chirurg erbracht und parallel mein Zahnmedizinstudium beendet. Jetzt würde ich gerne nach Österreich wechseln, um die Facharzt-Ausbildung zu beenden. Dass dies theoretisch möglich ist und die Weiterbildungszeit vermutlich auch in Deutschland anerkannt wird, habe ich bereits gelesen. In Basel ist es meines Wissens möglich den deutschen Facharzt zu machen. Gibt es diese Möglichkeit auch an österreichischen Ausbidlungsstellen? Also den deutschen Facharzt in einer Klinik in Österreich zu machen........

Antwort:
....Österreich ist Mitglied in der EU. Deshalb können in Österreich abgeleistet Weiterbildungszeiten auf Antrag in Deutschland anerkannt werden. Der Antrag ist an die Ärztekammer des Bundeslandes in Deutschland zu stellen, in dem Sie später tätig sein möchten...........

04.02.2013




Frage:
.....ich habe in Budapest auf der Semmelweis Universität studiert und auch hier an der Fachzahnarztausbilung an der Klinik für Parodomtologie teilgenommen, welche ich im November erfolgreich abgeschlossen habe. Meine Zukunft stell ich mir jedoch im deutschsprachigen Raum vor. Desweiteren möchte ich eine weitere Fachzahnarztausbildung ins Auge fassen, nämlich im Fach dentoalveoläre Chirugie. Momentan hätte ich ein Stellenange an der Universitatsklinik in Wien, wo ich diese Ausbildung absolvieren könnte, jedoch bin ich mir nicht sicher, wie diese in Deutschland anerkannt wird.


Antwort:
Die DGMKG vertritt ausschließlich die Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Die Erlangung des Facharztdiploms für MKG-Chirurgie setzt die Approbation in Medizin und Zahnmedizin voraus. Aus Ihrem Schreiben geht nicht hervor, ob Sie außer der zahnmedizinischen Approbation auch die medizinische Approbation vorweisen können. Sollten Sie nur zahnärztlich approbiert sein und eine Weiterbildung für dento- alveoläre Chirurgie absolvieren, können wir Ihnen zu unserem Bedauern nicht weiterhelfen und möchten Sie bitten sich an den Deutschen Berufsverband der Fachzahnärzte für Oralchirurgie zu wenden.

10.12.2012
 



Frage:
......haben sie eventuell Informationen dazu, wie es in Deutschland um die Anerkennung von in den USA absolvierten "Residency Programs" der Fachrichtung "Oral and maxillofacial surgery" steht?
Es gibt dort ja beispielsweise die Möglichkeit von vierjährigen Programmen und sechsjährigen (integrierten) Programmen und ich wüsste gerne, ob diese bzw. eines dieser Programme in Deutschland als äquivalent zu einer Facharztausbildung zum MKG-Chirurgen anerkannt wird, man also mit dieser Ausbildung als MKG-Chirurg tätig werden kann.
.....

Antwort:
.....uns ist nicht bekannt, wieviel von einem sog. Residency Programm der USA in Deutschland auf die Facharztanerkennung angerechnet werden kann.
Sie müssten sich deshalb bitte an die Landesärztekammer wenden, in der Sie beabsichtigt tätig zu werden. Nach der derzeitig gültigen WBO ist ein vollständiger Ersatz der deutschen (europäischen) Weiterbildung durch ein Residency Programm in den USA für das Ausüben der Tätigkeit als MKG-Chirurg nicht möglich. Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass in Deutschland die Anerkennung als Facharzt für MKG-Chirurgie mit der Doppelapprobation verbunden ist.

 



Frage:
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit der Ausdehnung meines Tätigkeitsbereiches in Richtung Österreich.
Dabei musste ich allerdings feststellen, dass der dt.Facharzt für MKG-Chirurgie in Österreich nicht anerkannt wird, ganz im Gegenteil zu den Fachärzten aus z.B. Polen, Tschechien oder Lettland und anderen.Auf Nachfragen sagte man mir, dass die dt.Fachgesellschaft, also Sie, es verschlafen hätten die entsprechende Anerkennung auf Gleichheit der Ausbildung, auch bei der Ausdehnung der EU, zu erhalten. Nun meine Frage, ist dies zutreffend und wenn ja warum wurde dies verschlafen, oder gibt es in Ihren Reihen die Meinung, dass die Ausbildung in Deutschland so minderwertig ist, dass man diese Fachärzte nicht ins Ausland lassen dürfte. Eine Antwort darauf wäre für mich sehr interessant.


Antwort:
Die Problematik der beruflichen Tätigkeit in Österreich stellt
sich folgendermaßen dar:
Nur das jeweilige Land, in diesem Fall also Österreich, kann den Antrag stellen, dass seine Facharztweiterbildungskriterien innerhalb der EU anerkannt werden und damit den eigenen Fachärzten die Möglichkeit eröffnen im europäischen Ausland beruflich tätig zu werden. Für die MKG-Chirurgie hatten nun die Österreicher für einige Zeit die Doppelapprobation abgeschafft. Obwohl diese zwischenzeitlich wieder eingeführt wurde, ist es Österreich nicht gelungen, eine europaweite Akzeptanz der Facharztweiterbildung MKG-Chirurgie zu erreichen. Daher wird Österreich gemeinsam mit Italien, Spanien und anderen Ländern geführt, bei denen die zahnmedizinische Qualifikation lediglich auf eine 2000stündige Weiterbildung beschränkt ist. Dies verhindert, dass ein österreichischer Facharzt in Deutschland tätig werden könnte, da die Weiterbildungsqualifikation niedriger angesiedelt ist als dies in Deutschland der Fall ist.
Nun stellt sich Österreich auf den Standpunkt, dass im Gegenzug auch für Kollegen aus dem "höherqualifizierten Ausbildungsweg " in Deutschland keine Berufserlaubnis erteilt wird. Dieses ist zwar menschlich verständlich, aber
von der Sache her unsinnig. Da ähnliche Probleme auch schon bei Niederlassungswünschen in Spanien durch deutsche Kollegen offenkundig aufgetreten sind und dieses auch der europäischen Weiterbildungskommission als unsinnig erschien, hat man in die europäischen Weiterbildungsordnungen einen Zusatzparagraphen 42a eingefügt. Dieser sieht vor, dass bei unterschiedlichen Qualifikationen zwischen zwei europäischen Ländern der höherqualifizierte Abschluss eine Berufsausübung in dem Land mit niedrigerer Qualifikation erlauben muss. Genau dies trifft nun für den deutschen Facharzt für MKG-Chirurgie in Österreich zu. Auf dem Klagewege unter Berufung auf diesen Paragraphen 42a hat man daher gute Aussichten, eine Berufserlaubnis in Österreich zu erstreiten. Besonders unsinnig ist die ganze Diskussion ja deswegen, weil in Österreich und in Deutschland de facto exakt die gleichen Weiterbildungsanforderungen bestehen.

Zusammenfassend kann ich Ihnen also mitteilen:
1. Nicht die Deutsche Gesellschaft für MKG-Chirurgie sondern Österreich hat die Gleichstellung seiner Weiterbildung zum MKG-Chirurgen mit den Ländern mit Doppelapprobation versäumt.
2. Es bestehen gute Aussichten, eine berufliche Tätigkeit in Österreich als deutscher MKG-Chirurg zu erzwingen.

 



Frage:
Ich moechte als Ausländerin meine Facharztausbildung im Gebiet der Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie in Deutschland machen. Ich habe meine Studium in Allgemeiner Medizin abgeschlossen und wuerde
gerne wissen,wie es weiter geht.
Benötige ich eine Approbation oder Anerkennung, meines Diplom bzw. ob  6 Jahr meiner  Medizin Studium in Lettland (Riga)  entsprechen dem Studium in Deutschland? Falls ich eine Anerkennung brauchen sollte, welche Amt/Behoerde dazu zustaendig ist.
Kann ich gleich Zahnmedizin machen? Wie lange wuerde das Studium (Zahnmedizin) in meinen Fall dauern 3 oder 5 Jahre? Werde ich dach dem Studium wieder eine Approbation brauchen?
Darf ich waehrend die Zahnmedizin Studium im Mund-Kiefer-Gesichts Chirurgie Abteilung in Deutschland arbeiten? Falls ja, welche Stelle käme dann in Frage? Falls nein, wann darf ich in MKG Chirurgie Abteilung anfangen zu
arbeiten – nach die abgeschlossene zahnКrztliche Ausbildung?Duerfte  ich  während meine Weiterbildung in MKG – Chirurgie als Arzt-Assistentin arbeiten?  Oder käme dann wieder eine andere Stelle in Frage?
Ich werde Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir noch heute antworten koennten.


Antwort:
Seit dem letzten Jahr ist die (Muster-)Weiterbildungsordnung bundesweit so geändert worden, dass man heute die Doppelapprobation in Humanmedizin und Zahnmedizin erst zum Ende der Facharztweiterbildung erreicht haben muss. Daher kann man mit abgeschlossenem Humanmedizinstudium prinzipiell die Weiterbildung zum MKG-Chirurgen beginnen, auch wenn man das zahnmedizinische Studium während dieser Zeit erst noch absolvieren muss. Es wäre also grundsätzlich möglich, während des Zahnmedizinstudiums eine Klinikstelle anzutreten. Voraussetzung ist natürlich, dass man eine entsprechende Stelle an einer deutschen Klinik erhält.
Das Zahnmedizinstudium dauert regulär fünf Jahre. Wenn Kurse aus der Humanmedizin anerkannt werden, so läßt sich die Gesamtstudiendauer um ca. ein Jahr verkürzen. Um einen Zahnmedizinstudienplatz muss man sich regulär bewerben. Hierzu sind Direktbewerbungen an allen Universitäten möglich. Die Auswahlkriterien sind dabei von Universität zu Universität verschieden, so dass man hier keine pauschale Antwort geben kann.
Um in Deutschland als Arzt tätig werden zu können, muss man ein abgeschlossenes Humanmedizinstudium nachweisen. Innerhalb der EU bestehen gegenseitige Anerkennungsverträge. Nach meinem Kenntnisstand sind für die Studienanerkennung die jeweiligen Bezirksregierungen zuständig. Hier müssen bei der Ausländerbehörde entsprechende Anträge gestellt werden, die dann an die zuständige Bezirksregierung weitergeleitet werden. Nährere Auskünfte kann Ihnen sicherlich aber die Botschaft Ihres Landes vermitteln.

 



Frage:
Ich habe Ihre Anregung, am EBOMFS Assessment in Bologna teilzunehmen erhalten. Ich würde sehr gerne teilnehmen und möchte mich vorab erkundigen, ob die vorgeschriebene Zeitdauer nach der Facharztprüfung (2 Jahre) eine absolut strikte Voraussetzung für die Teilnahme ist. Alle anderen geforderten Voraussetzungen würde ich erfüllen. Ich hatte Ende September 2006 meine Facharztzeit erreicht, und den folgenden Prüfungstermin im Dezember 2006 wahrgenommen. Facharzt bin ich zum Prüfungszeitpunkt dann nicht ganz zwei Jahre.
Könnte ich mit diesen Voraussetzungen teilnehmen ?

Antwort:
Sie Ihre Anmeldung für das EBOMFS - Assessment einreichen. Die Zeiten zwischen dem nationalen Facharztexamen und dem Assessment werden nicht auf die Goldwaage gelegt. Im Gegenteil, das Executive Committee des Boards ist daran interessiert, den Zeitraum weiter zu reduzieren, um mehr Kollegen die Möglichkeite zu bieten, früher an dem Board-Assessment teilzunehmen. Sollte es wider Erwarten Schwierigkeiten bei der Anmeldung geben, lassen Sie es mich umgehend wissen.

 




Frage:
ich habe:- in Deutschland das Zahnmedizinstudium (incl. Dissertation) abgeschlossen und - habe im Anschluß daran in Österreich Medizin (ebenfalls incl. Dissertation) studiert und abgeschlossen. Also volle Doppelapprobation. Dzt. befinde ich mich in der FA-Ausbildung zum MKG-Chirurgen an einem Krankenhaus in Österreich.
Bei der Studie der Internationalen Angelegenheiten auf Ihrer Homepage ist mir im Rahmen der Diskussion um Anerkennung der Ausbildungen aufgefallen, dass es sich mit Österreich um ein Land mit "niedrigerer" Qualifikation handelt. Besonders in Bezug auf die  zahnärztliche Ausbildung. Da ich ein volles Zahnmedizinstudium in Deutschland abgeschlossen habe, dürfte diese Problematik nicht auf mich zutreffen?  Wenn dem so ist, bestehen stattdessen Schwierigkeiten in der Anerkennung der FA-Ausbildung?  Bedarf es bei einem Wechsel von Österreich nach Deutschland  einer zusätzlichen FA-Prüfung? Oder muß ich im Rahmen dieser Ausbildung irgendein weiteres Fach "belegen", um eine Anerkennung zu bekommen? Oder ist es in diesem Fall auch Angelegenheit der Österreicher, sich um diese Gleichstellung bzw. Anerkennung zu kümmern?

Antwort:
zunächst darf ich eine Lanze für die österreichische Aus-u.Weiterbildung brechen. Sie ist sicher nicht schlechter als die deutsche WB. Österreich wird allerdings in den medizinischen Richtlinien der EU als Lamd geführt, in dem zum Eintritt in die Weiterbildung zum MKG-Chirurgen die medizinische Approbation und eine Zusatzausbildung in Zahnmedizin ausreicht. Das liegt am Gesundheitsministerium in Österreich und hat bedauerlicherweise zur Folge, dass eine automatische Anerkennung der Facharztweiterbildung zum MKG-Chirurgen in den Ländern mit Doppeapprobation ( z.B. England, Belgien, Deutschland, Ungarn, Finnland etc....) nicht anerkannt wird.

Bei Ihnen sind jedoch mit der Approbation in Medizin und in Zahnmedizin alle Voraussetzuingen für den Eintritt in Weiterbildung - auch nach der deutschen Weiterbildungsordnung - erfüllt.
Einer Anerkennung Ihrer in Österreich durchgeführten WB steht damit nichts im Wege. Sie wissen aber, dass die Landesärztekammern in der föderalen Bundesrepublik autonom sind und es vorkommen kann, dass die WBO der Länder ( insbesondere Bayern ) von der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer abweichen können. Es ist deshalb empfehlenswert, die Weiterbildunsabteilung der Landesärztekammer, in der Sie später beabsichtigen, tätig zuwerden, mit der gleichen Fragestellung anzuschreiben.
Im übrigen darf ich Sie auf die Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer 2003, Stand 2007 § 18 ( a-c ) hinweisen.
"(
www.bundeaerztekammer.de, (Muster-) Weiterbildungsordnung )". Unter der Web-Adresse der BÄK finden Sie auch alle Adressen der Landesärztekammern.
 




Frage:
Bei der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist das durch die Voraussetzung des Doppelabschlusses in Zahn- und Humanmedizin etwas schwierig.Könnten Sie mir bitte mitteilen, in welchen europäischen Ländern es nicht des Doppelabschlusses bedarf um eine Facharztweiterbildung zu machen? Aktuell haben wir eine Bewerberin, die einen Abschluss der King Abdulaziz University in Jeddah (Saudi-Arabien) in Zahnmedizin hat.

Antwort:
Vorab ist jedoch  festzuhalten, dass der  Facharzt für MKG-Chirurgie in der gesamten EU eine medizinische Disziplin ist und kein zahnmedizinisches Fachgebiet. Ihre aktuelle Bewerberin um ein Stipendiat kann nach Ihren Angaben den Abschluß in Zahnmedizin der Universität in Jeddah vorlegen. Nach den Bestimmungen der medizinischen Direktiven der EU kann sie damit in keinem Land der EU die Weiterbildung im Fach MKG - Chirurgie ( OMFS = Oral & Maxillo Facial Surgery ) aufnehmen.
Nach der Medizinschen Direktive " 2005 / 36  / EC"  verlangen die folgenden Länder der EU als Voraussetzung zum Eintritt in die Weiterbildung zum MKG-Chir. ( OMFS) die Approbation in Medizin und Zahnmedizin ( sog. Doppelapprobation ) : Belgien, Deutschland, Irland, Zypern, Luxemburg, Ungarn, Malta, Finnland und England.
In Ungarn kann auch mit der einfachen Approbation als Arzt die Weiterbildung begonnen werden, während in Österreich inzwischen  auch die Doppelapprobation verlangt wird. In allen anderen Mitgliedsstaaten der EU reicht die einfache Approbation als Arzt für die Weiterbildung zum MKG-Chir. ( OMFS ) aus.


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