Hier finden Sie häufig gestellte Fragen, über den Ausbildungsweg zum Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgen:

Die Geschäftsstelle der DGMKG erhält viele Anfragen aus unterschiedlichen Bereichen des Studiums, der Anerkennung ausländischer Leistungen, der Facharztweiterbildung etc. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von häufig gestellten Fragen, die wir für Sie nach Themenkomplexen geordnet haben.

Bitte beachten Sie Folgendes: Die Anfragen wurden über einen längeren Zeitraum gesammelt und sind nicht immer aktuell. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der DGMKG. Ferner wird häufig der Rat gegeben, sich an die zuständigen Ärztekammern/Zahnärztekammern oder die für die Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse zuständigen Stellen zu wenden. Um Ihnen hier die Suche zu erleichtern, haben wir nachfolgend die in Betracht kommenden Stellen für Sie verlinkt:

 

 

Bitte beachten Sie, dass die nachfolgend aufgelisteten Fragen und Antworten eine verbindliche rechtliche Abklärung nicht ersetzen können.

 

Während des Studiums

 

Frage:

Ist es ratsam zuerst mit dem Zahnmedizinstudium zu beginnen und nach erfolgreichem Abschluss das Humanmedizinstudium aufzunehmen?

 

Antwort:

Der Weg, zuerst Medizin zu studieren, ist der einfachere, da es in der Approbationsordnung für Zahnärzte klare Regeln für die Anerkennung des Medizinstudiums gibt.

Dies ist umgekehrt nicht der Fall. Zahnmedizin nach Medizin dauert im Idealfall 3,5 Jahre, also 9,5 Jahre insgesamt. Sie sparen sich auch das doppelte Physikum.

 

 

 

Frage:

Könnten mir die vorgeschriebenen zwei Jahre Assistenzzeit in der zahnärztlichen Praxis bereits für den Facharzt MKG angerechnet werden oder muss die humanmedizinische Approbation vorliegen, bevor mit der Weiterbildung begonnen werden kann?

 

Antwort:

Es ist in der Tat so, dass die Weiterbildung zum Facharzt für MKG mindestens die ärztliche Approbation voraussetzt, in Bayern müssen zudem zu Beginn der Weiterbildung beide Approbationen als Arzt und Zahnarzt vorliegen. In den übrigen Bundesländern muss die zahnärztliche Approbation erst zum Ende der Weiterbildung vorliegen. Dieses hilft Ihnen persönlich nur bedingt weiter aber es gibt für Sie als Zahnarzt die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie studienbegleitend zu absolvieren.

Von dieser Weiterbildung können je nach Bundesland unterschiedliche Zeiten auf Antrag bei der Ärztekammer auf die ärztliche Weiterbildung anerkannt werden, aber nur, wenn der Weiterbilder ("Weiterbildungsbefugte") die Weiterbildungsbefugnis der Ärztekammer für MKG hat.

Es empfiehlt sich also für Sie, eine Weiterbildungsstelle bei einem solchen befugten Kollegen zu suchen. Wegen der Einzelheiten der Anrechnung sollten Sie die zuständige Kammer befragen.

 

 

 

Frage:

Nach dem fünften Semester habe ich die Möglichkeit sowohl das Human- als auch das Zahnmedizinerphysikum zu machen. Dann würde ich noch 5 Semester Zahnmedizin zuende studieren und dann in die Klinik der Humanmedizin wechseln, um diese in weiteren 5 Semestern zu absolvieren.

Insgesamt würde ich also 15 Semester zur Doppelapprobation brauchen. Würden Sie mir raten diesen Weg zu gehen, oder würden Sie nach dem Physikum versuchen in die Humanmedizin zu wechseln?

Können Sie mir sagen, wielange in beiden Fällen die anschließende Facharztausbildung dauern würde und auf welche Weise ich diese so schnell und gut wie möglich absolvieren könnte?

 

Antwort:

Da Sie die Möglichkeit haben mit dem Physikum in Zahnmedizin auch das Physikum in Medizin zu machen, empfehle ich Ihnen zunnächst das Medizinstudium zu Ende zu bringen. Vielleicht gelingt es Ihnen dabei schon ein paar Vorlesungen oder Kurse der Zahnmedizin zu belegen, damit Sie nach dem medizinischen Staatsexamen die Zeit bis zum zahnmedizinischen Staatsexamen reduzieren können. Es ist ratsam zuerst das Medizinstudium zu absolvieren, weil Sie in vielen Bundesländern damit schon die Weiterbildung MKG-Chirurgie beginnen können. Mit der zahnärztlichen Approbation ist das nicht möglich. Während der Weiterbildung zum MKG-Chirurgen können Sie unter günstigen Umständen das Zahnmedizinstudium beenden.

 

 

Zeitliche Abfolge

 

Frage:

Ist es möglich bereits während des Humanmedizin-Studiums praktische Kurse der Zahnmedizin zu belegen?

Inwieweit wird eine „halbe Stelle“ bereits auf meine Weiterbildung angerechnet?  

 

Antwort:

Jede Uni gleicht in meiner Wahrnehmung einem Dschungel mit ganz eigenen Regeln und Gepflogenheiten.

Das einzig allgemein gültige Gesetz ist das Regelwerk der Approbationsordnung für Zahnärzte von 1955!, in deren § 61 die Studienanforderungen für Medizinstudenten und Ärzte im Zweitstudium Zahnmedizin festgeschrieben sind.

Die praktische Umsetzung ist an jeder Uni autonom und oft verschieden.

Ich empfehle Ihnen ein Gespräch mit der MKG-Uniklinik und mit dem Studiendekan der Med.Fak. wegen Ihrer Detail-Fragen. Das heißt, Sie müssen sich aktiv durchfragen bei Kommilitonen der Zahnmedizin und Kollegen der MKG-Klinik.

 

Normalerweise ist Zahnmedizinstudium ein Vollzeitjob mit hoher Präsenzpflicht auch in Vorlesungen,so dass kaum Zeit für das Medizinstudium oder anderes bliebe.

Sie können allenfalls in den Semesterferien arbeiten. Eine halbe Stelle bedeutet, dass Sie, in welcher Verteilung auch immer, 50 % der regulären Jahresarbeitszeit ableisten.

So wird eine Weiterbildung auf einer halben Stelle über ein Jahr mit 6 Monaten angerechnet. Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Kammer übet die konkreten Anrechnungsmöglichkeiten.

 

 

                              Anerkennung Oralchirurgie

 
Frage:

...als Oralchirurg befinde ich mich in der Weiterbildung zum Facharzt für Mund-Kiefer Gesichtschirurgie.

 

Wiederholt habe ich gehört, daß es Fälle gegebenhaben soll, in denen unter bestimmten Voraussetzungen in einem Bundesland 2! Jahre der oralchirurgischen Weiterbildung und der OP Katalog für die MKG Weiterbildung anerkannt worden sind. Leider war aber nie etwas konkretes

zu erfahren. Deshalb meine Anfrage: Ist Ihnen ein solcher Fall bekanntoder ein Bundesland in dem dies der Fall ist

 
Antwort:

....ob und gegebenenfalls wie viele Zeiten anerkannt werden, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Rechtsgrundlage hierfür ist die jeweils von der Landesärztekammer erlassene Weiterbildungsordnung für Ärzte. Darin gibt es typischerweise Regelungen, ob und gegebenenfalls welche Ausbildungszeiten auf die Facharztweiterbildung angerechnet werden können. Teilweise sind dort auch besondere Voraussetzungen vorgesehen, wie etwa, dass die zahnärztliche Tätigkeit unter der Leitung eines zur Weiterbildung ermächtigten MKG-Chirurgen erfolgt ist (z.B. § 4 Abs. 1 WBO Ärzte Hessen).

 

Sinnvollerweise sollten Sie sich die Weiterbildungsordnung des Bundeslandes/Kammerbezirks ansehen, in welchem Sie die Weiterbildung absolvieren möchten. Gegebenenfalls steht Ihnen dort die Kammer sicher gerne für Auskünfte zur Verfügung. Sollten sich noch Fragen ergeben, stehe ich selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

 

 

Anerkennung zahnärztlicher Tätigkeiten in der Vorbereitungszeit

 

Frage:

Ich würde gern wissen, was nach einem abgeslossenen Humanmedizinstudium noch auf mich zukommt, wenn ich MKGler werden möchte: Sind das noch 3/1/2 Jahre Studium und die Facharztausbildung von 5-6 Jahren, oder muss man auch noch die Anerkennungsjahre in einer Zahnklinik, die die Zahnmediziner meines Wissens nach dem Studium von 11 Semestern machen müssen, um sich selbstständig machen zu können, auch machen?

 

Antwort:

......in allen Bundesländern außer Bayern können Sie bereits mit dem medizinischen Staatsexamen die Weiterbildung für MKG beginnen und müssen erst zur Facharztprüfung die zahnärztliche Approbation vorlegen.

 

Das spart Zeit, weil Sie studieren können und realistischerweise eine halbe Stelle an der Klinik oder in einer weiterbildungsberechtigten Praxis innehaben können. Für die vertragsärztliche Zulassung gibt es keine Vorbereitungszeit.

 

Die gesamte Vorbereitungszeit für die vertragszahnärztliche Zulassung beträgt 24 Monate, davon  müssen Sie u.U. 6 Monate in einer Praxis als Assistent arbeiten, bevor Sie selbst zugelassen werden. 18 bis 24 Monate der zahnärztlichen Vorbereitungszeit können auch an Kliniken abgeleistet werden. Das hängt vom Einzelfall ab.

Weiterbildung zum MKG-Chirurgen gibt es auch in Fachpraxen, so dass Sie beides, nämlich Weiterbildung und Vorbereitungszeit, kombinieren können.

3,5 Jahre fürs Zweitstudium sind realistisch.

 

 

Welche Weiterbildungsordnung ist gültig

 

Frage:

Auf der Homepage der DGMKG habe ich sehr gute Informationen bezüglich der Weiterbildung zum MKG-Chirurgen gefunden. Eine meiner Fragen ist allerdings offen geblieben.

Ich habe gerade meine ärztliche Approbation abgeschlossen und möchte gerne parallel zum Zahnmedizinstudium bereits mit der Facharztweiterbildung

(50%-Stelle) beginnen. In den meisten Bundesländern ist dies auch kein Problem.

Allerdings würde ich gerne in Bayern anfangen, und die dortige Ärztekammer erkennt nur Weiterbildungszeiten nach der Doppel-Approbation an.

Meine Frage ist nun, ob ich in Bayern 4 Jahre Zahnmedizin studieren kann mit einer halben Stelle als MKG-Assistenzarzt parallel. Danach würde ich in ein anderes Bundesland wechseln und dort mit 3 weiteren Jahren die Weiterbildung vervollständigen. Würde die Weiterbildungszeit, die ich in Bayern vor der zahnärztlichen Approbation geleistet habe, beispielsweise von der Ärztekammer Nordrhein anerkannt werden?

 

Antwort:

....grundsätzlich gilt immer die Weiterbildungsordnung derjenigen Ärztekammer, in deren Bereich Sie zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Facharztprüfung tätig sind.

Insofern ist ein solcher Wechsel mit dem gewünschten Resultat der Anerkennung von Vorleistungen möglich und wird praktiziert.

Ich empfehle Ihnen zur Sicherheit eine Anfrage z.B. bei der Ärztekammer Nordrhein, deren Auskunft wäre dann rechtsverbindlich.

 

 

 

Praktisches Jahr

 

Frage:

Ich studiere Human- und Zahnmedizin. Mein Ausbildungsziel ist die MKG-Chirurgie. In meinem PJ möchte ich natürlich gerne MKG-Chirurgie als Wahlfach belegen. Nun überlege ich, ob es besser ist, dies in Deutschland zu machen, um mich vielleicht an einer Klinik vorzustellen oder ob es besser wäre, es im Ausland, z.B. in England, zu absolvieren.Vielleicht können sie mir einen Tipp geben.Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee, wo ich besonders viel lernen kann. Derzeit studiere ich in Kiel. Habe jedoch von Bonn gehört, dass dort die Ausbildung zum Facharzt gut wäre.

 

Antwort:

Ob es tatsächlich sinnvoll ist, wenn man sein Leben lang als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg arbeiten möchte auch das PJ in diesem Fach zu absolvieren sei dahingestellt. Vielleicht ist es hier interessanter ein Nachbarfach, wie HNO-Heilkunde oder Neurochirurgie zu belegen. In Deutschland gibt es sicherlich viele besonders in der Weiterbildung aktive Kliniken. Auch die

Klinik in Bonn gehört sicher dazu. Da das Kliniksystem in England stark von dem Deutschen System abweicht,

hängt es stark von Ihren eigenen Initiativen ab, wofür Sie sich interessieren. Vielleicht sollten Sie als Student in Kiel die Kontakte zur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Kiel nutzen und die dortigen Kollegen um Rat fragen. Sie werden hier sicher offene Ohren und gute Hilfe vorfinden.

 

 

 

Frage:

...nach meinem abgeschlossenen Zahnmedizinstudium habe ich anschließend mit dem Humanmedizinstudium begonnen. Parallel arbeite ich in einer Klinik für Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie als Weiterbildungsassistent für Oralchirurgie. Nun meine Frage: Ist es möglich sich die abgeleistete Zeit sowie die dokumentierten Stationsarbeiten und Vordergrunddienste auf das Praktische Jahr anrechnen zu lassen?

 

Antwort:

....die Frage einer Anrechnung von Vorleistungen auf das praktische Jahr kann Ihnen nur das Landesprüfungsamt beantworten, da es sich hier um eine Frage des Studiums handelt.

Es stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens, da Ihnen maximal das freie Tertial anerkannt werden könnte und dieses werden Sievoraussichtlich  sowieso in der MKG machen.

Aus rechtlichen formalen Gründen sehe ich wenig Aussicht auf Erfolg beim Prüfungsamt.

 

Viel interessanter für Sie ist die u.U. gegebene Anrechnung Ihrer Weiterbildung Oralchirurgie auf die Facharztweiterbildung MKG. Dies sollten Sie mit der zuständigen Kammer abklären.

 

 

Studienplätze Humanmedizin nach zahnärztlicher Approbation

 

Frage:

......ich habe gesehen, dass auf Ihrer Seite Fragen zum Thema Ausbildung zum MKG- Chirurgen beantwortet werden und würde daher selbst gerne zwei Fragen stellen.

Ich studiere Zahnmedizin im 8. Semester und bin nächstes Jahr mit diesem Studium fertig. Danach würde ich sehr gerne Humanmedizin studieren um MKG-Chirurg werden zu können. Meine Frage: hat man mit diesem Ziel irgendwelche Vorteile bei der Vergabe von Studienplätzen durch die ZVS oder durch die Universitäten selbst? Also gibt es eventuell sogar ein paar Plätze, die extra für Studenten mit diesem Ziel vorbehalten sind oder hat das abgeschlossene ZM- Studium und die Zielsetzung MKG keinerlei Einfluss auf so etwas?

Meine zweite Frage wäre ob es möglich ist parallel zum HM- Studium die FA- Ausbildung zum Oralchirurgen zu machen? Ich habe nämlich gehört, dass diese Ausbildung nur in Vollzeit abgeleistet werden kann und daher würde ich wissen ob es da Ausnahmen gibt wenn man MKG- Chirurg werden möchte. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten Sie mir möglicherweise andere Maßnahmen/Arbeiten nennen, die man parallel zum HM-Studium machen kann, die einem später auf die FA- Ausbildung MKG angerechnet werden könnten?

 

Antwort:

....die erste Frage kann ich pauschal nicht beantworten. Meines Wissens gibt es Sonderquoten für fertige Zahnärzte, die das Zweitstudium mit

dem Ziel MKG anstreben. Fragen Sie den Hochschullehrer für MKG an Ihrer Zahnklinik und Ihr Dekanat der med. Fakultät.

 

Eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt/ärztin für Oralchirurgie kann auch in Teilzeit absolviert werden, auch hier empfiehlt sich die Lektüre der Weiterbildungsordnung der Landeszahnärztekammer und eine Anfrage dort,  in deren Bereich Sie diese WB durchführen wollen.

Eine anteilige Anrechnung der Tätigkeit in der Oralchirurgie kann auf die Weiterbildung m Fach MKG-Chirurgie anerkannt werden, wenn der Weiterbilder  Mkg-Chirurg mit Weiterbildungsbefugnis der Ärztekammer ist. Wegen der genauen Modalitäten fragen Sie bitte die für Sie zuständige Ärztekammer.

 

Nachtrag des Fragenden:

......was die Sonderquote für eine Zulassung zu einem Zweitstudium für fertige Zahnmediziner angeht habe ich mich erkundigt. Und zwar gibt es auf hochschulstart.de ein ausführliches Merkblatt dazu. Im Prinzip geht es darum auf der Grundlage seines Erststudiums (Abschlussnote entscheidend) und der Gründe aufgrund derer man ein zweites Studium anstrebt einen möglichst hohen Punktwert zu erhalten. Soweit ich das verstehe gibt es jedes Semester, ähnlich wie beim NC, einen bestimmten Wert den man erreichen sollte. Bewerber mit höherer Punktzahl werden denen mit niedrigerer vorgezogen. Das heißt je besser der Abschluss des ersten Studiums desto höher die Punktzahl und je dringlicher ein zweites Studium ist (zB. bei dem Ziel MKG zwingend erforderlich) desto höher auch hier die Punktzahl.  Diese Werte werden addiert und ergeben dann die Punktzahl mit der man eingestuft wird. Soweit ich das sehe sollte man ZM daher mindestens mit einem "gut" oder voll "befriedigend" abegeschlossen haben um eine Chance zu haben. Insgesamt stehen dafür, so habe ich gelesen, 3% der Plätze zur Verfügung............ 11.04.2013

 

 

 

Doppelapprobation

 

Frage:

Bei der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist das durch die Voraussetzung des Doppelabschlusses in Zahn- und Humanmedizin etwas schwierig.Könnten Sie mir bitte mitteilen, in welchen europäischen Ländern es nicht des Doppelabschlusses bedarf um eine Facharztweiterbildung zu machen? Aktuell haben wir eine Bewerberin, die einen Abschluss der King Abdulaziz University in Jeddah (Saudi-Arabien) in Zahnmedizin hat.

 

Antwort:

Vorab ist jedoch  festzuhalten, dass der  Facharzt für MKG-Chirurgie in der gesamten EU eine medizinische Disziplin ist und kein zahnmedizinisches Fachgebiet. Ihre aktuelle Bewerberin um ein Stipendiat kann nach Ihren Angaben den Abschluß in Zahnmedizin der Universität in Jeddah vorlegen. Nach den Bestimmungen der medizinischen Direktiven der EU kann sie damit in keinem Land der EU die Weiterbildung im Fach MKG - Chirurgie ( OMFS = Oral & Maxillo Facial Surgery ) aufnehmen.
Nach der Medizinschen Direktive " 2005 / 36  / EC"  verlangen die folgenden Länder der EU als Voraussetzung zum Eintritt in die Weiterbildung zum MKG-Chir. ( OMFS) die Approbation in Medizin und Zahnmedizin ( sog. Doppelapprobation ) : Belgien, Deutschland, Irland, Zypern, Luxemburg, Ungarn, Malta, Finnland und England.
In Ungarn kann auch mit der einfachen Approbation als Arzt die Weiterbildung begonnen werden, während in Österreich inzwischen  auch die Doppelapprobation verlangt wird. In allen anderen Mitgliedsstaaten der EU reicht die einfache Approbation als Arzt für die Weiterbildung zum MKG-Chir. ( OMFS ) aus.

 

 

Ausland

EU- Ausland

Österreich

Frage:

ich habe in Deutschland das Zahnmedizinstudium (incl. Dissertation) abgeschlossen und habe im Anschluß daran in Österreich Medizin (ebenfalls incl. Dissertation) studiert und abgeschlossen. Also volle Doppelapprobation. Dzt. befinde ich mich in der FA-Ausbildung zum MKG-Chirurgen an einem Krankenhaus in Österreich.

Bei der Studie der Internationalen Angelegenheiten auf Ihrer Homepage ist mir im Rahmen der Diskussion um Anerkennung der Ausbildungen aufgefallen, dass es sich mit Österreich um ein Land mit "niedrigerer" Qualifikation handelt. Besonders in Bezug auf die  zahnärztliche Ausbildung. Da ich ein volles Zahnmedizinstudium in Deutschland abgeschlossen habe, dürfte diese Problematik nicht auf mich zutreffen?  Wenn dem so ist, bestehen stattdessen Schwierigkeiten in der Anerkennung der FA-Ausbildung?  Bedarf es bei einem Wechsel von Österreich nach Deutschland  einer zusätzlichen FA-Prüfung? Oder muß ich im Rahmen dieser Ausbildung irgendein weiteres Fach "belegen", um eine Anerkennung zu bekommen? Oder ist es in diesem Fall auch Angelegenheit der Österreicher, sich um diese Gleichstellung bzw. Anerkennung zu kümmern?

 

Antwort:
Zunächst darf ich eine Lanze für die österreichische Aus- u.Weiterbildung brechen. Sie ist sicher nicht schlechter als die deutsche WB. Österreich wird allerdings in den medizinischen Richtlinien der EU als Land geführt, in dem zum Eintritt in die Weiterbildung zum MKG-Chirurgen die medizinische Approbation und eine Zusatzausbildung in Zahnmedizin ausreicht. Das liegt am Gesundheitsministerium in Österreich und hat bedauerlicherweise zur Folge, dass eine automatische Anerkennung der Facharztweiterbildung zum MKG-Chirurgen in den Ländern mit Doppeapprobation ( z.B. England, Belgien, Deutschland, Ungarn, Finnland etc....) nicht anerkannt wird.

Bei Ihnen sind jedoch mit der Approbation in Medizin und in Zahnmedizin alle Voraussetzuingen für den Eintritt in Weiterbildung - auch nach der deutschen Weiterbildungsordnung - erfüllt.

Einer Anerkennung Ihrer in Österreich durchgeführten WB steht damit nichts im Wege. Sie wissen aber, dass die Landesärztekammern in der föderalen Bundesrepublik autonom sind und es vorkommen kann, dass die WBO der Länder ( insbesondere Bayern ) von der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer abweichen können. Es ist deshalb empfehlenswert, die Weiterbildunsabteilung der Landesärztekammer, in der Sie später beabsichtigen, tätig zuwerden, mit der gleichen Fragestellung anzuschreiben.

 

 

 

Frage:

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit der Ausdehnung meines Tätigkeitsbereiches in Richtung Österreich.
Dabei musste ich allerdings feststellen, dass der dt.Facharzt für MKG-Chirurgie in Österreich nicht anerkannt wird, ganz im Gegenteil zu den Fachärzten aus z.B. Polen, Tschechien oder Lettland und anderen.Auf Nachfragen sagte man mir, dass die dt.Fachgesellschaft, also Sie, es verschlafen hätten die entsprechende Anerkennung auf Gleichheit der Ausbildung, auch bei der Ausdehnung der EU, zu erhalten. Nun meine Frage, ist dies zutreffend und wenn ja warum wurde dies verschlafen, oder gibt es in Ihren Reihen die Meinung, dass die Ausbildung in Deutschland so minderwertig ist, dass man diese Fachärzte nicht ins Ausland lassen dürfte. Eine Antwort darauf wäre für mich sehr interessant.

 

Antwort:

Die Problematik der beruflichen Tätigkeit in Österreich stellt
sich folgendermaßen dar:

Nur das jeweilige Land, in diesem Fall also Österreich, kann den Antrag stellen, dass seine  Facharztweiterbildungskriterien innerhalb der EU anerkannt werden und damit den eigenen Fachärzten die Möglichkeit eröffnen im europäischen Ausland beruflich tätig zu werden. Für die MKG-Chirurgie hatten nun die Österreicher für einige Zeit die Doppelapprobation abgeschafft. Obwohl diese zwischenzeitlich wieder eingeführt wurde, ist es Österreich nicht gelungen, eine europaweite Akzeptanz der Facharztweiterbildung MKG-Chirurgie zu erreichen. Daher wird Österreich gemeinsam mit Italien, Spanien und anderen Ländern geführt, bei denen die zahnmedizinische Qualifikation lediglich auf eine 2000stündige Weiterbildung beschränkt ist. Dies verhindert, dass ein österreichischer Facharzt in Deutschland tätig werden könnte, da die Weiterbildungsqualifikation niedriger angesiedelt ist als dies in Deutschland der Fall ist.

Nun stellt sich Österreich auf den Standpunkt, dass im Gegenzug auch für Kollegen aus dem "höherqualifizierten Ausbildungsweg " in Deutschland keine Berufserlaubnis erteilt wird. Dieses ist zwar menschlich verständlich, aber von der Sache her unsinnig. Da ähnliche Probleme auch schon bei Niederlassungswünschen in Spanien durch deutsche Kollegen offenkundig aufgetreten sind und dieses auch der europäischen Weiterbildungskommission als unsinnig erschien, hat man in die europäischen Weiterbildungsordnungen einen Zusatzparagraphen 42a eingefügt. Dieser sieht vor, dass bei unterschiedlichen Qualifikationen zwischen zwei europäischen Ländern der höherqualifizierte Abschluss eine Berufsausübung in dem Land mit niedrigerer Qualifikation erlauben muss. Genau dies trifft nun für den deutschen Facharzt für MKG-Chirurgie in Österreich zu. Auf dem Klagewege unter Berufung auf diesen Paragraphen 42a hat man daher gute Aussichten, eine Berufserlaubnis in Österreich zu erstreiten. Besonders unsinnig ist die ganze Diskussion ja deswegen, weil in Österreich und in Deutschland de facto exakt die gleichen Weiterbildungsanforderungen bestehen.

Zusammenfassend kann ich Ihnen also mitteilen:

1. Nicht die Deutsche Gesellschaft für MKG-Chirurgie sondern Österreich hat die Gleichstellung seiner Weiterbildung zum MKG-Chirurgen mit den Ländern mit Doppelapprobation versäumt.
2. Es bestehen gute Aussichten, eine berufliche Tätigkeit in Österreich als deutscher MKG-Chirurg zu erzwingen.

 

 

 

Anerkennung/ EU Richtlinie

 

Frage:

Gibt es Information über die Anerkennungsmöglichkeit eines Deutschen

Facharzt in der MKG im Skandinavischen Raum, ganz besonders in Schweden?

 

Antwort:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass in Schweden und in Dänemark der deutsche Facharzt für Mund, Kiefer- und Gesichtschirurgie nicht anerkannt wird. Auch in Norwegen gibt es nur zwölf doppelapprobierte MKG-Chirurgen bei fehlender Anerkenntnis unserer Weiterbildung. Lediglich in Finnland können Sie als in Deutschland weitergebildete MKG-Chirurgin sofort tätig werden. Gerade in Schweden und Dänemark existiert unser Fachgebiet nicht und so bleibt Ihnen dort nur die Möglichkeit sich in einem dort gängigen Fach - nämlich der Oralchirurgie -niederzulassen. Innerhalb der EU haben Sie ja die Möglichkeit sich freizügig in jedem Land niederzulassen, allerdings nur dann, wenn es dieses Fachgebiet auch tatsächlich dort gibt. Änderungen sind diesbezüglich nicht in Sicht, so dass diese Aussage bis auf weiteres Bestand haben wird.

 

 

 

Frage:

Ich werde in der nächsten zeit meine assitenzzeit in frankreichbeginnen

mit dem ziel eines mund-kiefer und gesichts-chirugen. in frankreich wird aber kein

zahnmedizinstudium dafür verlangt! wird ein abgeschlossener französischer facharzt in deutschland anerkannt ?

darf man als französischer mkgler praktizieren ?wenn nicht , als was dürfte man dann in deutschland mit diesem facharzt arbeiten ?

 

Antwort:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass der in Frankreich erworbene Facharzt für MKG-Chirurgie hier in

Deutschland wegen der fehlenden zahnmedizinischen Approbation nicht anerkannt wird.

 

 

Frage:

Ich studiere Humanmedizin im 4. Semester in Mainz und möchte gerne nach dem Physikum parallel ein Zahnmedizinstudium beginnen. Leider finde ich keine Informationen im Netz, an welchen Unis ich mich direkt für Zahnmedizin bewerben kann. Der Weg über die ZVS ist ja leider ausgeschlossen. Bevor ich jetzt also alle Unis der Reihe nach abtelefoniere, dachte ich mir, Sie hätten eventuell eine Liste vonUnis, an denen ich ein duales Medizinstudium beginnen kann?  Oder falls keine Liste existiert, wissen Sie es vielleicht von einigen Unis?

 

Und dann habe ich noch eine zweite Frage: In welchen Ländern ist der deutsche Facharzt des MKG-Chirurgen anerkannt und in welchen nicht? Mich interessieren besonders Kanada, USA, Neuseeland, Australien und Norwegen.

 

Antwort:

Ein Doppelstudium ist in Deutschland leider grundsätzlich nicht möglich, aber es gibt wohl dennoch Unis, wo ein Parallelstudium möglich ist. Ich habe solches von Homburg/Saar gehört. Sie müssten also selbst die Unis abfragen. Über eine Rückmeldung Ihrer Abfrage würde ich mich sehr freuen!

 

In Norwegen wird der deutsche Facharzt für MKG anerkannt. Über Kanada, Neuseeland, Australien und USA liegen mir keine sicheren Informationen vor. Ich weiß nur, dass in den USA umfangreiche Prüfungen abgelegt werden müssen, um dort ärztlich tätig werden zu können. Ich empfehle eine Anfrage bei den Botschaften. In der Zukunft gibt es möglicherweise die gegenseitige Anerkennung des US-Facharztes und des Europäischen Facharztes (EBOMFS).

 

 

 

Frage:

Ich hoffe Sie können mir in untenstehender Frage weiterhelfen. Zurzeit mache ich einen Teil meines praktischen Jahres des Medizinstudiums in London. Gerade habe ich von einer dortigen Aerztin mitgeteilt bekommen, dass wohl in etwa letzte Woche auf EU-Ebene entschieden wurde, dass Zahnmedizin für bereits fertige Humanmediziner, die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen werden wollen, jetzt nur noch in 5 Jahren zu absolvieren ist. Zunaechst galt die Reglung, dass man allein die Klinikzeit absolviert (und natuerlich die sich nicht ueberschneidenden Themenbereiche). Das sind dann nur 3 bis 4 Jahre Zweitstudium.

Diese neue Regelung gilt wohl ab Oktober 2013. Fuer mich wuerde das bedeuten, dass ich deutlich länger studieren müsste (die vollen 5 Jahre Regelstudienzeit fuer Zahnmedizin). Das macht fuer mich einen grossen Unterschied, da ich ja schon fast 6 Jahre Humanmedizin studiere. Zunaechst hatte ich mich an Hochschulstart gewandt. Diese verwiesen mich dann an die einzelnen Hochschulen um eine Antwort zu erhalten. Koennen Sie mir weiterhelfen?“

 

Ist Ihnen eine verbindliche EU-Richtlinie bekannt? Uns hat noch keine Information hierzu erreicht.

 

Antwort:

Die relevante europäische Richtlinie ist die 2005/36/ EG.

Diese sieht vor, dass zum Ende der Facharztweiterbildung zum Mund-,Kiefer-,Gesichtschirurgen die zahnärztliche Approbation vorliegen muss. Bayern fordert dieses bereits zum Beginn der Weiterbildung.

 

Die Anrechnungsfähigkeit von Leistungen des Medizinstudiums auf das Zahnmedizinstudium hat sich nicht verändert. Es gilt hier nach wie vor die Approbationsordnung für Zahnärzte von 1955 (!) hier § 61.

 

Auch die europäische Diskussion zur Zeit geht eher in die Richtung  erleichterter Anerkennung von Vorleistungen denn zu Restriktionen.

 

 

 

Nicht- EU-Ausland

USA

 

Frage:

......haben sie eventuell Informationen dazu, wie es in Deutschland um die Anerkennung von in den USA absolvierten “Residency Programs” der Fachrichtung “Oral and maxillofacial surgery” steht?

Es gibt dort ja beispielsweise die Möglichkeit von vierjährigen Programmen und sechsjährigen (integrierten) Programmen und ich wüsste gerne, ob diese bzw. eines dieser Programme in Deutschland als äquivalent zu einer Facharztausbildung zum MKG-Chirurgen anerkannt wird, man also mit dieser Ausbildung als MKG-Chirurg tätig werden kann.

.....

 

Antwort:

.....uns ist nicht bekannt, wieviel von einem sog. Residency Programm der USA in Deutschland auf die Facharztanerkennung angerechnet werden kann.

Sie müssten sich deshalb bitte an die Landesärztekammer wenden, in der Sie beabsichtigt tätig zu werden. Nach der derzeitig gültigen WBO ist ein vollständiger Ersatz der deutschen (europäischen) Weiterbildung durch ein Residency Programm in den USA für das Ausüben der Tätigkeit als MKG-Chirurg nicht möglich. Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass in Deutschland die Anerkennung als Facharzt für MKG-Chirurgie mit der Doppelapprobation verbunden ist.

 

 

 

Schweiz

 

Frage:

Im Mai werde ich meine ärztliche Approbation erlangen. Mit dem Ziel der Facharztausbildung zur Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgin würde ich gerne in der Schweiz Zahnmedizin studieren und parallel dazu dort in einer mund-kiefer-gesichtschirurgischen Klinik arbeiten. In Deutschland wird die Doppelapprobation ja in den meisten Bundesländern erst mit Anmeldung zur Facharztprüfung verlangt, sodass sich die Weiterbildung parallel zum Zahnmedizinstudium schon auf die Facharztausbildungszeit angerechnen lässt.

Die Weiterbildungsordnung in der Schweiz für den o.g. Facharzt setzt eine Doppelapprobation voraus. Erst nach Abschluss beider Studiengänge ist die Facharztweiterbildung möglich.

Meine Frage:

Besteht die Möglichkeit, dass mir die Weiterbildungszeit in der Schweiz parallel zum Zahnmedizinstudium anerkannt wird, wenn ich nach Abschluss des Zahnmedizinstudiums nach Deutschland zurückkehre und hier die Facharztprüfung ablege?

Ich habe mich bezüglich dieser Frage schon an die zuständige Ärztekammer (Westfalen-Lippe) gewandt. Leider habe ich diesbezüglich dort überhaupt keine Auskunft erhalten.

 

Antwort:

Maßgebend für die Bedingungen der Facharztweiterbildung ist immer die zuständige Ärztekammer. Wenn Sie Ihre Prüfung in der Schweiz machen, dann gelten die dortigen Bestimmungen.

Wenn Sie Ihre Prüfung in Deutschland außer in By ablegen, dann gilt die günstigere Regelung. Meines Erachtens werden WB-Zeiten aus der Schweiz traditionell ohne weiteres anerkannt.

Wenn Sie nach absolvierter Weiterbildungszeit und nach erfolgtem Zahnmedizinstudium nach Deutschland ziehen, z.B. nach WL, können Sie dort die Prüfung ablegen. Entscheidend ist der Wohnort, wenn Sie ohne Anstellung sind, sonst der Arbeitsort für die Zuständigkeit der jeweiligen Kammer.Diese muss dann auch formal die Anerkennung der Schweizer Zeiten nach Absolvierung vornehmen.

Das heißt, zur Prüfung müssten Sie formal umziehen, um in den Genuss der günstigeren Bedingungen zu kommen.

 

 

 

 

Frage:

Ich werde in Kürze mein Medizinstudium mit dem 3. Staatsexamen beenden. Da ich den dringenden Wunsch habe, als MKG-Chirurg zu praktizieren wollte ich danach noch ein Zahnmedizinstudium aufnehmen, um das Kriterium der Doppelapprobation zu erfüllen.

Es stellt sich mir nur noch eine Frage: Wird eine zahnmedizinische Approbation, die im Ausland erworben wurde (Bern, Schweiz) auch in Deutschland bei der Meldung zur Facharztprüfung anerkannt?

P.S.: Aus ihrem Erfahrungsschatz, ist es besser, sich über die ZVS noch einmal für Zahnmedizin zu bewerben oder den Quereinstieg in ein höheres Fachsemester zu unternehmen?

 

Antwort:

Haben Sie das Medizinstudium in Deutschland oder in der Schweiz abgeschlossen, wenn in Deutschland, ist dies unproblematisch.

Nach meinem Wissen werden Zahnmedizinstudien aus Österreich und der Schweiz auch in Deutschland anerkannt, hierzu empfiehlt es sich jedoch, die konkrete Frage an die Ärztekammer Ihres jeweiligen Wohnortes zu richten.

Dies deshalb, weil die Anerkennung der Voraussetzungen bei der jeweiligen Ärztekammer liegt. Von dort erhalten Sie auch Informationen, inwieweit eine Äquivalenzbescheinigung eines ausländischen Medizin-/Zahnmedizinstudium zu erfolgen hat.

Wenn Sie ein abgeschlossenes Medizinstudium haben, müsste es möglich sein, an einer deutschen Universität in ein höheres zahnmedizinisches Semester (vermutlich 3. oder 4.) zugelassen zu werden. Weiterhin ist der Vorteil, dass alle medizinischen Scheine anerkannt werden, so dass ein verkürztes Zahnmedizinstudium (3-4 Jahre) möglich ist.

 

 

 

Israel

 

Frage:

Ich bin aus Israel.

Ich habe Medizin und Zahnmedizin an der University of Jerusalem/Uniklinik abgeschlossen, ich möchte gerne die Facharztausbildung in MKG in Deutschland machen, und habe bezüglich ein paar Fragen.

Was wird von meinem Studium in Israel anerkannt ?

Muss ich die Sprachprüfung (DSH) bestehen ?

Wie lange dauert die Facharztausbildung ?

Wo Finde ich denn die Weiterbildungsordung oder solche Infos auf Englisch ?

 

Antwort:

Zuständig ist für die Anerkennung Ihrer Abschlüsse die Landesbehörde des Bundeslandes, in dem Sie Ihre Tätigkeit in Deutschland aufnehmen wollen.

Dort wird die Gleichwertigkeit Ihrer Studien mit deutschen Abschlüssen geprüft. Wegen des anerkannt hohen  Niveaus der Studien in Israel sehe ich keine großen Probleme für Sie, die Gleichwertigkeitsprüfungen zu bestehen. Das heißt, dass beide Studien vollständig anerkannt werden können.

 

Die Sprachprüfung erfolgt durch das Goethe-Institut auf dem Niveau B2 und ist verbindlich.

 

Die Facharztweiterbildung (= Ausbildung) dauert mindestens 5 Jahre und die darauf aufbauende regionale plastische Chirurgie weitere 2 Jahre.

 

Die Facharztweiterbildungsordnung ist unter http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.128.129 als PDF im Internet zu finden.

 

Dort finden Sie auch rechts einen Link zu einer  englische Übersetzung.

Als Anhalt kann Ihnen außerdem das 1. OMFS Reference Book 2011 - Log in Page - UEMS admin.uems.net/uploadedfiles/1504.pdf –dienen, das die MKG-Chirurgie auf Basis der Doppelqualifikation gut beschreibt.

 

 

 

Weiterbildungsberechtigung

 

Frage:

Ich bin Im zweiten Jahr in Ausbildung zum MKG-Chirurg  in die Niederlande. Ich habe Zahnmedizin in Deutschland und human Medizin in den Niederlanden studiert. Aus persönlichen Gründen möchte ich bald mit meine Familie nach Deutschland umziehen.Kann ich meine Ausbildung in Deutschland fortsetzen?, wo kann ich Stellenangebote für  die Ausbildung MKG-Chirurgie finden? Wie kann ich mich bewerben?.

 

Antwort:

.....da Sie ein deutsches Zahnmedizinstudium absolviert haben und das Medizinstudium in Holland, sind Sie meines Erachten voll migrationsfähig, das heißt, dass Sie in Deutschland Ihre Weiterbildung in MKG ohne weiteres fortsetzen können. In Deutschland beträgt die Mindestzeit 5 Jahre.

  Die Geschäftsstelle der DGMKG ist gerne bereit, Ihre Bewerbung in die Job-Börse unserer Homepage zu stellen.

 

 

Im Deutschen Ärzteblatt und in der ZM finden Sie im Internet Stellenanzeigen.

 

 

 

Frage:

....... ich habe soeben mein Humanmedizinstudium (zuvor auch schon Zahnmedizinstudium) abgeschlossen. Ich bin gebürtiger Deutscher, habe jedoch jetzt eventuell die Möglichkeit meine Assistenzarztzeit für die Facharztausbildung MKG in Österreich (genauer gesagt an der Universitätsklinik Innsbruck) anzufangen oder vieleicht sogar komplett dort zu absolvieren. Dabei ist mir klar, dass der Unterschied zwischen der Ausbildungsdauer (deutschland 5 Jahre, Österreich 4 Jahre) eventuell zu Problemen führen kann. Deswegen stellt sich mir die Frage, ist es einfach gesagt und vereinfacht einfach nur so zu lösen: Vier Jahre österreich und danach ein Jahr plus in Deutschland um äquilvalenz zu erreichen? Oder könnte es selbst bei den schon 4 absolvierten Jahren zuvor Probleme in der Anerkennung geben.

 

Antwort:

......grundsätzlich erfolgt in der EU die wechselseitige Anerkennung von Facharztdiplomen. Das heißt, dass der österreichische Facharzt für MKG in Deutschland anerkannt wird. Sie haben bereits die ärztliche und zahnärztliche Approbation, so dass einer Anerkennung In Deutschland nach erfolgter Facharztanerkennung in Österreich nichts im Wege stünde. Sie könnten also ein Jahr „sparen“ und könnten in Deutschland uneingeschränkt in Klinik und Praxis tätig werden.

 

Ich empfehle Ihnen eine formale Anfrage bei der Landesärztekammer, in deren Bereich Sie später in Deutschland tätig werden wollen mit der Bitte um eine sogenannte Äquivalenz-Bescheinigung der österreichischen Facharzt-Anerkennung.

 

Wenn Sie noch keine konkreten Pläne haben, empfehle ich diese Anfrage bei der Bayrischen Landesärztekammer zu stellen, da diese am besten mit den Umständen in Österreich vertraut ist.

 

 

 

Frage:

.....nach Erlangung der Doppel-Approbation würde ich gerne meine Weiterbildung für eine gewisse Zeit (6-12 Monate) in Skandinavien, insbesondere Norwegen oder Schweden fortführen. Gibt es hierbei Etwas zu beachten? Da es in den beiden Ländern die Fachrichtung MKG nicht gibt: In welchen Kliniken könnte ich eine von den deutschen LÄK's anerkannte Weiterbildung durchführen?

 

Antwort:

......in Norwegen gibt es meines Wissens die Weiterbildung zum Facharzt für MKG auf Basis der Doppelapprobation, gleiches gilt für Finnland. In Schweden und wohl auch Dänemark ist unser Fach eine Spezialität auf zahnärztlicher Basis. Also können Sie dort  in Kliniken arbeiten, die Oral ( and Maxillo-facial) surgery anbieten. Unter Umständen kann ein Jahr dieser Weiterbildung in DK und S auf die deutsche fachärztliche Weiterbildung angerechnet werden. Dieses sind jedoch Ermessensentscheidungen nach Einzelfallprüfung der jeweiligen deutschen Ärztekammern ohne Rechtsanspruch.

Eine Anrechnung auf eine deutsche WB in Oralchirurgie sollte kein Problem sein. Hier empfiehlt sich eine Anfrage bei der jeweiligen Zahnärztekammer.

 Das bedeutet, dass Weiterbildungszeiten in Norwegen und Finnland am ehesten von deutschen Ärztekammern anerkannt werden können. Allerdings zählt in Bayern nur Zeiten nach der Doppelapprobation.

Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich eine Anfrage bei derjenigen Landesärztekammer, in deren Bereich Sie in D Ihre Weiterbildung fortsetzen wollen. Wenn Sie die komplette WB im Ausland machen wollen, empfiehlt sich ein Land in der EU,

in dem die doppelte Approbation Voraussetzung für den MKG-Facharzt ist, damit Sie in Deutschland unbeschränkt arbeiten können.

 

 

 

Frage:

.....im Jahre 2011 habe ich mein Studium (5 Jahre in Fachrichtung Zahnmedizin) an der Nationalen medizinischen Universität in Lwiw (Ukraine) abgeschlossen. Danach folgten 2 Jahre Masterstudiums  am Lehrstuhl für Chirurgische Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie an der erwähnten Universität mit anschließender Magisterarbeit (Prädikat: Sehr gut Gleichzeitig habe ich 2 Jahre lang im ambulanten Bereich in der Universitätsklinik gearbeitet, regelmäßig Bereitschaftsdienst geleistet und habe reiche praktische Erfahrungen im Bereich Plastische Chirurgie, Traumatologie,  Zahnmedizin, Kinderheilkunde und  Onkologie gesammelt.

Ich bin sehr an einer Weiterbildung und Forschung im Bereich Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie interessiert. Da in Deutschland diese Branche weit vorangekommen ist und  viel mehr Möglichkeiten bietet, an  die neuesten Tendenzen in Forschung und Praxis zu gelangen, ist eine Weiterbildung an einer deutschen Universitätsklinik für mich von großem Interesse.

Ich möchte gerne wissen, ob es möglich wäre, bei Ihnen eine Weiterbildung anzutreten und welche Unterlagen ich einreichen muss.......

 

Antwort:

......vielen Dank für Ihr Interesse an einer deutschen Aus- und Weiterbildung. Da die Ukraine nicht Mitglied der Europäischen Union ist, werden die in der Ukraine ausgestellten Prüfungszeugnisse, Examina, Zertifikate etc...... nicht automatisch in Deutschland anerkannt. Deshalb müssen Sie aller Voraussicht nach mit einer Gleichwertigkeitsprüfung Ihrer Unterlagen bei einer  Bewerbung an einer deutschen Weiterbildungsstelle rechnen.

In Deutschland ist Mund - Kiefer - Gesichtschirurgie ein Fachgebiet der Medizin. Deshalb wird zum Eintritt in die Weiterbildung zum MKG-Chirurgen ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Medizin und die medizinische Approbation verlangt. Am Ende der Weiterbildung muss zur Erlangung des Facharztdiplomes für MKG-Chirurgie zusätzlich die zahnmedizinische Approbation nachgewiesen werden........

 

 

 

Anerkennung der deutschen Approbation im Ausland

 

Frage:

...ich würde gerne erfahren, ob eine Anerkennung (Homologation) beider Examenszeugnisse für die Weiterbildung in der französischen Schweiz (Genf) erforderlich ist. .

Ich bin doppelapprobiert und habe beide Studiengänge in Heidelberg absolviert. Ich habe die Examenszeugnisse bereits in Bern bei der MEBEKO eingereicht und nun fällt eine Gebühr pro Zeugnis von 800 Franken an.

 

Antwort

...diese Frage kann ich nicht beantworten. Sie müssen dieses selbst in der Schweiz recherchieren. Für die Facharztweiterbildung ist meines Wissens die FMH verantwortlich.In Genf ist wohl das kantonale Amt bzw. die Uniklinik Genf zuständig. Vielleicht kann Ihnen auch die Schweizerische Gesellschaft für MKG-Chirurgie weiterhelfen: http://www.sgmkg.ch/sgmkg/kontaktformular/

 

 

 

Frage:

.......ich bin Arzt und Zahnarzt. Meine medizinische, als auch meine zahnmedizinische Approbation wurden in Rumänien erteilt.

Ich möchte gerne eine Weiterbildung im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Deutschland machen. Ich möchte aber wissen, ob es für mich möglich wird, nach dem Training als Assistenzarzt in einer deutschen Klinik, Facharzt für MKG-Chirurgie zu werden?  Was sind die Anforderungen und welche sind die Chancen für einen Ausländer, solch eine Prüfung abzulegen und/oder zu bestehen?

Und noch eine Frage: wenn ich Facharzt für MKG in Rumänien werde, darf ich in Deutschland als Assistenzarzt arbeiten, oder eine Stelle als Assistenzarzt (für eine Zeitlang) besitzen?

 

Antwort:

.......Die Voraussetzung zum Eintritt in die Weiterbildung zum Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen setzt in Deutschland ein abgeschlossenes Studium der Medizin und die medizinische Approbation voraus. Das zahnmedizinische Examen und die zahnmedizinische Approbation sind (mit Ausnahme Bayern) spätestens mit Erhalt des Facharztdiploms zum Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen nachzuweisen.

Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, können Sie sich an einer Klinik oder Fachabteilung für MKG-Chirurgie mit Weiterbildungsberechtigung um eine Assistenzarztstelle in Deutschland bewerben. Nach Abschluß der Weiterbildungszeit von 5 Jahren und Vorlage der erforderlichen Weiterbildungsinhalte können sie sich selbstverständlich zur Facharztprüfung anmelden. Nach bestandenem Examen erhalten Sie das Facharztdiplom für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Die Chancen für einen Ausländer mit guten Kenntnissen der deutschen Sprache die Prüfung zu bestehen, sind mit den Chancen eines deutschen Kandidaten gleichzusetzen.

Wenn Sie mit dem rumänischen Facharztdiplom für MKG-Chirurgie in Deutschland arbeiten wollen, können Sie nicht mit einer automatischen Anerkennung des Diploms rechnen, da die rumänischen und deutschen Aus-und Weiterbildungsgänge auf europäischer Ebene nicht harmonisiert sind.

 

 

 

Frage:

...ich komme aus Bulgarien und arbeite seit ca. 2 Jahren als Assistenzarzt im Gebiet Chirurgie. Vor einiger Zeit habe ich mich erkundigt, dass eine Ausbildung in der MKG mit gleichzeitigem Studium der Zahnmedizin möglich ist. Aufgrund dieser Information bin ich auf die Idee gekommen meine jetzige Ausbildung rasch zu ändern.

Ich bin momentan auf der Suche nach einer Assistenzarztstelle in der MKG mit der Ansicht neben der Arbeit in einer MKG-Abteilung mit Ausbildungsberechtigung Zahnmedizin zu studieren.

Meine Fragen sind:

1. In wie weit wäre es möglich eine Voll- oder Teilzeitbeschäftigung im Gebiet MKG mit einem Zahnmedizinstudium zu kombinieren?

2. Wie lange dauert das Zahnmedizinstudium nach abgeschlossenem Medizinstudium?

Ich bin hier in Deutschland als Arzt mit Approbation tätig, aber das Medizinstudium habe ich in Bulgarien absolviert. Wird es hier anerkannt? Wenn ja muss ich dann nur die zahnmedizinische Prüfungen ablegen, oder alles von vorne anfangen?

3. Muss ich die DSH bestehen um einen Studienplatz zu bekommen, obwohl ich hier als approbierter Arzt seit 2 Jahren arbeite?

 

Antwort:

.......in Ihrer e-mail teilen Sie mit, dass Sie  in Deutschland als Arzt mit der ärztlichen Approbation im Gebiet Chirurgie arbeiten.

Davon ausgehend ergeben sich die folgenden Antworten für die Fragen 1-3.

Zu 1) Grundsätzlich ist es möglich neben der Tätigkeit als Assistenzarzt in der MKG-Chirurgie ein Studium der Zahnmedizin aufzunehmen. Selbstverständlich kann dies nur in Absprache mit dem Leiter der Abteilung für MKG-Chirurgie erfolgen, in der Sie eine Ass.-Stelle erhalten. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Einen Vertrag mit Vollzeitbeschäftigung bei gleichzeitigem Zahnmedizinstudium können Sie nicht erwarten.

Zu 2) Die Regelstudienzeit für das Zahnmedizinstudium in Deutschland beträgt 10 Semester, danach erfolgt das Staatsexamen. Grundsätzlich ist zur Erlangung der zahnärztlichen Approbation das volle Zahnmedizinstudium erforderlich. In Absprache mit der Universität und der Gesundheitsbehörde des Bundeslandes, in dem Sie das Studium aufnehmen, können bei Gleichwertigkeit des bulgarischen und deutschen Medizinstudiums Studiensemester des Medizinstudiums auf das Zahnmedizinstudium angerechnet werden.

Zu 3) Die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ( DSH ) dient dem Nachweis deutscher Sprachkenntnisse nicht muttersprachlicher Studienbewerber für ein Hochschulstudium in Deutschland. Demnach müssten Sie sich für eine Prüfung anmelden. Diese Frage sollten Sie jedoch ergänzend mit der Universität klären, an der Sie Ihr zahnmedizinisches Studium absolvieren.

 

 

 

Mitgliedschaft in der DGMKG

 

Frage:

......letzten Winter habe ich meine Approbation in Humanmedizin erhalten und möchte später gerne MKG'ler werden. Dazu habe ich nun einige Fragen. Ich wäre sehr froh, wenn Sie mir diese beantworten könnten. Ich habe auch schon auf Ihrer homepage unter Q&A viel gelesen. Zum Teil habe ich aber das Gefühl, dass die Einträge etwas älteren Datums sind. Deshalb möchte ich lieber auf "Nummer sicher gehen".

 

1.) Welche Fachbereiche werden für die Facharztausbildung eines MKG-Chirurgen anerkannt?

Meines Wissens sind es Anästhesie, MKG, (plastische und/oder allgemeine) Chirurgie. Stimmt das?

 

2.) Könnte ich generell auch in einer MKG Abteilung arbeiten, ohne nebenbei Zahnmedizin zu studieren?

Ich würde erst zum WS 2014/15 damit beginnen, habe es also fest vor.

 

3.) Kann ich schon jetzt Mitglied in der DGMKG werden?

Welche Vorteile ergeben sich für mich dadurch?

 

Antwort:

.....zu Frage 1) kann ich Ihre Angaben bestätigen. Es lohnt  aber, sich die jeweils gültige Weiterbildungsordnung der für Sie zuständigen Landesärztekammer

anzusehen, da noch mehr Fächer, wie HNO, anerkannt werden können.

Gültig sind die Bestimmungen der LÄK, in der Sie zum Zeitpunkt der Weiterbildungsprüfung berufstätig sind.

 

Zu Frage 2) ist festzustellen, dass Sie die Weiterbildung zum MKG-Chirurgen mit der ärztlichen Approbation an einer anerkannten Weiterbildungsstelle des Faches beginnen können.

Die Approbation zum Zahnarzt muss erst zur Facharztprüfung vorliegen. Dieses gilt nicht in Bayern. Dort müssen sie vor Beginn der Weiterbildung beide Approbationen vorweisen.

Dieses ist eine Folge des Föderalismus, siehe auch meine Antwort zur Frage 1)!

Das heißt, dass Sie sehr wohl Ihre WB zum MKG-Chirurgen vor Aufnahme des Zahnmedizinstudiums aufnehmen können außer in Bayern.

 

Zu Frage 3): Wenn Sie eine Weiterbildungsstelle in der MKG nachweisen können, können Sie meines Wissens auf Antrag mit dem Status eines Weiterbildungsassistenten in die

DGMKG aufgenommen werden.

Für 50 € Jahresbeitrag bekommen Sie die volle Beratung der DGMKG, den elektronischen Bezug unserer beiden deutschsprachigen und englischsprachigen Fachzeitschriften und

die stark ermäßigte Teilnahme an allen Kongressen und die Mitgliedschaft im „Jungen Forum“ der DGMKG. (siehe Homepage www.dgmkg.de/JungesForum)

 

 

FA-Anerkennung

Teilzeit

Frage:

.... Ich bin doppeltapprobiert, arbeite allerdings seit einigen Jahren in meiner eigenen Zahnarztpraxis, die ich an sich gerne behalten möchte,

da mir die Arbeit Spass macht.

Nun meine Frage: Könnte ich grundsätzlich den 5-jährigen Facharzt nicht auch auf einer halben Stelle, also 20-25 Stunden die Woche machen und dann halt entsprechend mit dopperlter FA-Zeit von 10 Jahre? Geht das grundsätzlich (vorausgesetzt man findet eine Klinik, die einen motivierten, zuverlässigen Teilzeitmitarbeiter aufnehmen würde)

oder ist das über 10 Jahre nicht erlaubt?

 

Antwort:

.....Grundsätzlich ist eine Weiterbildung in Teilzeit nach Genehmigung durch die Landesärztekammer möglich.Ob Ihnen diese für die volle Weiterbildungszeit unter Fortführung der Praxistätigkeit erteilt wird,wäre unbedingt vorher abzuklären.

 

 

 

 

Zahnärztliches Jahr

 

Frage:

....ich freue mich, dass ich nach nunmehr erfolgreich abgeschlossenem Medizinstudium zum 1.7.14 meine Weiterbildung zum MKG Chirurgen an einer deutschen Uni aufnehmen kann. Nach dem Zahnmedizinstudium absolvierte ich die Weiterbildung Oralchirurgie. Nun tauchen in diesem Zusammenhang zwei Fragen auf: 1. Wird mir die Weiterbildung OC auf die Weiterbildungszeit MKG angerechnet und wenn ja, welcher Zeitraum? 2. Ist es formal korrekt mit der Gehaltsstufe Ä1 eingestellt zu werden, obgleich ich die FZA-Qualifikation OC mitbringe (Erworben 2010)?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir helfen könnten diese Fragen zu beantworten.

 

Antwort:

.....die Frage der Anrechnung der Weiterbildung Oralchirurgie ist nicht einfach zu beantworten und hängt von der für Sie zuständigen

Landesärztekammer ab, in deren Bezirk Sie tätig werden. Es empfiehlt sich, dort einen Antrag auf Anerkennung

und Anrechnung auf die Weiterbildung MKG zu stellen.

 

Im Regelfalle erkennen die meisten LÄK ein Jahr Oralchirurgie an.

 

Bei der zweiten Frage bin ich nur begrenzt kompetent. Normalerweise ist der Fachzahnarzt im Tarifrecht dem

Facharzt gleichgestellt und wird gleich bezahlt. Die Kernfrage ist wohl, als was Sie eingestellt werden und

ob die Vorleistungen berücksichtigt werden.

 

Der beste Ansprechpartner für Tarifrecht ist der Marburger Bund, dessen Mitgliedschaft ich neben der in der DGMKG

jedem Klinikarzt nur empfehlen kann. Dort wird man Sie kompetent juristisch beraten, was das Tarifrecht angeht.

 

 

 

 

Forschungszeit

 

Frage:

................... ich befinde mich gerade in den

Vorbereitungen für mein medizinisches Staatsexamen. Im Herbst beginne ich dann das Zahnmedizinstudium und parallel dazu habe ich eine halbe Stelle in

der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Diese Stelle wird über Studienbeitragsmittel finanziert und dementsprechend bin ich auch an einem

größeren Projekt beteiligt. Natürlich bin ich der Hoffnung, dass meine Arbeitszeit in der MKG auch für meinen Facharzt anerkannt wird. Deswegen

wollte ich mich direkt bei Ihnen erkundigen, welche Kriterien erfüllt sein müssen bezüglich der klinischen Tätigkeit damit mir die Zeit anerkannt wird.

Aus anderen Fächern weiß ich, dass auch ein halbes bis ganzes Jahr, in dem ausschließlich geforscht wird, für den Facharzt anerkannt wird. Trifft das

auch für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie zu?..................

 

Antwort:

.....Wenn Sie Assistenzärztin/ -arzt an einer Klinik für MKG sind, dann zählt diese Zeit grundsätzlich für die Weiterbildungszeit für MKG, da in NRW erst zum Abschluss der WB das zahnmedizinische Examen vorliegen muss.

 

Was Sie zunächst schwerpunktmäßig in der MKG-Klinik machen, ist nicht streng reglementiert.

Man erwartet von Universitätsassistenzärzten und -ärztinnen, dass diese wissenschaftlich arbeiten.

Wenn Sie aber formal einem theoretischen Fach zugeordnet sind, z.B. Biochemie, Anatomie, Physiologie, Pharmakologie,  o.ä., sind zur Zeit wohl 6 Monate anrechnungsfähig auf die WB. Es empfiehlt sich unbedingt eine Anfrage bei der Ärztekammer Nordrhein.

 

 

 

Facharzt MKG Chirurgie/Fachzahnarzt Oralchirurgie

 

Frage:

.........ich studiere zurzeit im 7. Semester Zahnmedizin und werde vorraussichtlich nach dem SS2015 Staatsexamen machen. Aufgrund der Erfahrungen im jetzigen Studium und meiner Nebentätigkeit am Uniklinikum möchte ich gerne noch Humanmedizin studieren um MKG-Chirurg zu werden. Die Chancen einen Studienplatz für HM zu bekommen sind laut hochschulstart.de zu einem WS als sehr gut einzustufen. Da die meisten Kurse leider nicht auf das HM-Studium anrechnet werden, werde ich vorraussichtlich nur 1 Semester höher gestuft und hätte dadurch noch weitere 5,5 Jahre HM Studium vor mir. Darauf folgen noch Facharztausbildung mit 6 Jahren und Plastische Operationen mit 3 Jahren Fortbildungszeit.

Aufgrund dieser sehr langen Ausbildungszeit muss es doch wohl für MKGler einen erheblichen Vorteil geben als für einen Oralchirurgen (im Blick auf die Tätigkeit, Bezahlung)?. Schaut man sich jedoch das Leistungsspektrum in den Praxen an, so ähneln die sich doch sehr den Tätigkeiten eines Oralchirurgen!? Da frag ich mich nur warum man dann ein Doppelstudium braucht für eine fast gleichwertige Tätigkeit??

Ist es möglich neben dem HM Studium Teilzeit in einer Zahnklinik (z.B. an der Uniklinik) als Zahnassistent zu arbeiten? Kann man nebenher auch die Weiterbildung zur Oralchirurgie machen und diese auf die Facharztausbildung anerkennen lassen? Wie realistisch ist so etwas? Schließlich muss man ja sein zweites Studium auch finanzieren. Gehen die Unikliniken oder freien Praxen auf solche Tätigkeiten überhaupt ein? Haben Sie da Erfahrungen?

 

Antwort:

...vielen Dank für ihre Anfrage. Zunächst eine Korrektur: Die Weiterbildungszeit für MKG-Chirurgie beträgt 5 Jahre und nicht - wie von Ihnen angenommen- 6 Jahre.

Zu Ihrem Vergkeich von Oralchirurgie mit MKG-Chirurgie gehen Sie völlig zutreffend davon aus, dass beide Disziplinen im Bereich der Oral -bzw. Mundchirurgie deckungsgleiche Tätigkeitsfelder haben. Für den Bereich der Kiefer - besonders aber für den Bereich der Gesichtschirurgie ist eine abgeschlossene klinisch-operative Weiterbildung auf dem Boden der ärztlichen  zusätzlich zur zahnärztlichen Approbation erforderlich.

Wenn Sie sich also auf die dento-alveolären Operationen beschränken wollen, sind Sie mit der in Deutschland angebotenen Aus-und Weiterbildung zum Oralchirurgen sehr gut vorbereitet. Wenn Sie jedoch das breite Spektrum der MKG-Chirugie beherrschen wollen, müssen Sie den längeren Weg des Doppelstudiums mit anschließender Facharztausbildung auf sich nehmen.

Grundsätzlich ist es möglich neben der Tätigkeit als (Teilzeit-) Assisstent in einer zahnärztlichen Abteilung das HM-Studium aufzunehmen. Dafür gibt es jedoch keine bundesweit einheitlichen Regelungen, sondern hängt wesentlich von den Verhandlungen des Antragstellers mit seinem Chef und der Klinikverwaltung ab.

Das Gleiche gilt selbstverständlich für die Weiterbildung zum Oralchirurgen während HM-Studiums.

In einigen Bundesländern wird die Weiterbildungszeit Oralchirurgie bis zu einem Jahr auf die WBZ MKG-Chirurgie angerechnet. Hier sollten Sie sich individuell informieren.

 

 

 

Leistungsanerkennung anderer FA-Weiterbildungen

 

Frage:

....Ich wende mich an Sie mit mit einer Frage hinsichtlich der WBO bzw. der Anrechenbarkeit von fachfremden Tätigkeiten. Ich habe im Herbst 2011 meine humanmedizinische Approbation erhalten und ab März 2012 meine assistenzärztliche Weiterbildung in einer HNO-Abteilung begonnen. Da bereits zuvor mein langfristiges Ziel die MKG war, habe ich dann schließlich nach Erhalt meines Studienplatzes in der Zahnmedizin meine Stelle gekündigt und werde im Herbst 2013 eine Tätigkeit in einer MKG-Abteilung mit 36-monatiger Weiterbildungberechtigung aufnehmen.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Das die Anrechenbarkeit von fachfremden Weiterbildungszeiten (in diesem Fall HNO) laut Muster-WBO zwar eigentlich bis 12 Monate vorgesehen ist, aber letztendlich Ländersache ist (s. Bayern und Nds.), ist mir bewusst. Meine Frage bezieht sich jedoch auf den genauen Inhalt der fachfremden Weiterbildungszeit. Da die HNO und MKG ja bekanntermaßen in gewissen Hinsichten durchaus sehr redundante Fächer sind, ist klar. Kann ich mir daher evtl. auch Operationen / Prozeduren deren Beschreibung in den Logbüchern für HNO und MKG (z.B. "Sonographien" in der WBO HNO bzw. MKG des Landes Hamburg) exakt übereinstimmt anrechnen lassen, auch wenn der Weiterbildungsbefugte (Chefarzt der HNO-Klinik) keinerlei Weiterbildungsermächtigung für die MKG hat? Oder gibt es eine Möglichkeit die Anrechnung dieser Leistungen beider jeweiligen Ärztekammer zu beantragen? Da ich noch am Anfang meiner Weiterbildung stehe, nun zunächst in ein kleineres Haus wechseln werde und Mangels Austausch mit erfahreneren Kollegen wenig Informationen darüber habe, wie einfach oder schwierig es ist, den Prozedurenkatalog zu vervollständigen,wäre ich Ihnen für eine Antwort überaus dankbar.

 

Antwort:

.........zunächst haben Sie recht, dass die Bestimmungen zur Anrechnungsfähigkeit „Kann-Bestimmungen“ darstellen, d.h., dass

Sie in jedem Falle einen Antrag an die für Sie zuständige Landesärztekammer stellen müssen. Diese ist entweder diejenige , die für Ihre

Arbeitsstätte zuständig ist oder bei Nicht-Beschäftigung diejenige , in der Ihr Wohnort liegt.

Gleichwertige Inhalte können, so ist die Spruchpraxis der Kammern, anerkannt werden auch wenn der Weiterbilder keine Befugnis für Ihr Zielfach hat aber

für sein eigenes. Ein Jahr Weiterbildung in der HNO bei einem dafür befugten Weiterbilder kann pauschal angerechnet werden.

 

Die Absicht der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern ist es, diesen Prozess wechselseitiger Anerkennung zu fördern.

Also stellen Sie Ihren Antrag und verweisen Sie bei etwaigen Diskussionen auf die laut verkündeten Absichten der Körperschaften, vor allem der BÄK und des Deutschen Ärztetages, diese Flexibilität zu fördern........

 

 

 

Approbation in Deutschland und FA Weiterbildung im Ausland

 

Frage:

.....ich habe die Doppelapprobation in Deutschland erworben. In welchen Ländern ist die Weiterbildung zum Kieferchirurgen für mich eine Option? Soweit ich

lesen konnte, ist es nur in der Schweiz, Österreich und Deutschland möglich....

 

Antwort:

...eine Weiterbildung in MKG-Chirurgie auf der Basis der Doppel-Qualifikationkönnten Sie in allen EU- Ländern und der Schweiz durchführen, die diese

Basis für unser Fach vorsehen. Das sind neben D, A, CH, GB,Benelux,Griechenland , Ungarn,wobei diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt..

Auch eine Weiterbildungin MKG auf der Basis der.Monoapprobation als Arzt kann in Deutschland anerkannt werden, da Sie doppelapprobiert sind.

Das heißt, dass Sie sich in der ganzen EU  weiterbilden lassen können aber am Ende sollte die Anerkennung durch eine deutsche Ärztekammer stehen

und wie immer steckt der Teufel im Detail.

 

 

Wissenschaftliche Tätigkeit im Rahmen der Facharztweiterbildung

 

Frage:

Ich studiere im 5.Semester Humanmedizin und möchte später MKG-Chirurg werden. Ich bin zur Zeit auf der Suche nache einer Doktorarbeit und muss

mich zwischen einer experimentellen, klinischen und einer statistischen Arbeit entscheiden...

Ich würde gern von Ihnen wissen, was für meinen Fall die beste Wahl ist. Sollte man eine experimentelle Arbeit und als weitere Zielsetzung eine

Habilitation anstreben, oder gilt diese Regel in der MKG-Chirurgie wegen der ohnehin schon sehr langen Ausbildung nicht, wenn man an einer Klinik einen

Chefarztposten anstreben will.

 

Antwort:

Wenn Sie eine wissenschaftliche Karriere mit dem Ziel einer Leitenden Position in der Universität oder im Krankenhaus anstreben, dann ist nach wie vor die Habilitation der Königsweg, das heißt, Sie sollten so früh als möglich mit der wissenschaftlichen experimentellen Arbeit anfangen.

Doch gibt es bei uns erfreulicherweise auch diesseits der Habilitation erfolgreiche und befriedigende Arbeitsmöglichkeiten in Klinik und Praxis.

In der Tat geht die Entwicklung zu einer engeren Verzahnung der Sektoren von ambulant und stationär.

 

 

 

Parallele Tätigkeit mit Studium und Arbeit

 

Frage:

Ich studiere im 1. Semester Medizin und spiele trotzdem schon mit dem Gedanken den Beruf des MKG-Chirurgen zu ergreifen. Auch wenn es vielleicht zur Zeit etwas noch zu früh ist, dennoch brennen mir ein paar Fragen unter den Fingern, v.a. zu der Ausbildung für diesen Facharztberuf, nicht dass man eventuell durch irgendwelche Möglichkeiten die Ausbildungsdauer verkürzen könnte und man das dann nicht rechtzeitig mitbekommt.

Also soweit ich weiß, ist es eigentlich heutzutage kaum mehr bzw. an vielen Unis unmöglich im klinischen Abschnitt dann Human- und Zahmedizin parallel zu studieren, da die Zahl der Pflichttermine in jedem Fach mehr als zeitfüllend sind. Ist das richtig?

D.h. also dann meines wissens, ich studiere erst Humanmedizin fertig, dann Zahnmedizin, wobei ich aber dabei die Studienzeit deutlich verkürzen kann, v.a. in der Vorklinik, da ich ja etliche Scheine bzw. alle bis auf v.a. die TPK-Kurse etc. bereits erworben habe. Kann ich dann also zurecht mit ca. 3,5-4 Jahre Zahnmedizinstudium rechen, oder länger/kürzer?

Nun ist die wichtigste Frage fasst für mich, da meine Eltern mir das Zahnmedizinstudium höchst wahrscheinlich nicht mehr finanzieren werden, ob ich während diesem Studium parallel eine Facharztausbildung beginnen kann, ob dies sinnvoll ist oder eher sinnlos (konkret dür mich würde ich Neurochirurgie als "2. Facharzt" wählen) und einfach viel zu aufwendig ist?

Nun denke ich dann einfach mal so weiter, wie ich es mir vorstelle, ich studiere Zahnmedizin fertig und habe es geschafft parallel meine Neurochirurgieausbildung weiterzuführen. Nun möchte ich mit der MKG-Ausbildung beginnen, kann ich dann dazu parallel den Neurochirurgen weiterführen oder ist in Dtl. nur eine Facharztausbildung auf einmal möglich oder sind 2 Ausbildungen parallel nicht zu bewerkstelligen?

Sollte es wirklich gehen 2 parallel zu machen, spinne ich den Gedanken weiter, dann mache ich den Neurochirurgen parallel fertig und bekomme dann 12 Monate Verkürzung für den MKG und hänge dann noch 2 Jahre, glaub ich waren das, für die plastische Ergänzung für den MKG an. Ist das so richtig?

Wenn ich so überschlage, sind das so ca. insgesamt an die 20 Jahre Ausbildung. Dann kommt einem natürlich die Frage, wie lohnt sich diese Ausbildung bzw. in erster Hinsicht einmal, wie sicher ist dieser Facharzt gegenüber Veränderungen, nicht, dass bevor man fertig wird mit der Ausbildung, es den Facharzt dann aufgrund struktureller Veränderungen gar nicht mehr gibt?

Natürlich spielt das Finanzielle auch eine gewisse Rolle. Es heißt ja immer MKG-Chirurgen gehören zu den Spitzenverdienern unter den Ärzten, aber was würde das jetzt konkret in Zahlen heißen. Welche Verdienstchacen habe ich dann, wie sieht es mit dem Durchschnitt der niedergelassenen Ärzte aus, haben Sie da vielleicht ein paar Zahlen (nur so ca. vielleicht kennen SIe ja ein paar MKG-CHirurgen bzw. dessen Einkünfte und können so grob mal den Netto-Verdienst in nem Monat so nennen), denn eine kleine Motivation für die lange Ausbildung bräuchte man da ja schon.

Kann man die Ausbildung vielleicht noch irgendwie verkürzen?

Ich bedanke mich sehr, dass Sie sich Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten. Auch wenn vieles vielleicht ferne Zukunftsmusik ist und vielleicht gar nicht in meinem Kompetenzbereich liegen wird, hoffe ich, dass Sie Verständnis haben für meinen Wissensdurst.

 

Antwort:

Ein Parallelstudium  ist meines Wissens nicht möglich- es soll gerüchteweise Ausnahmen geben-, so dass sich zuerst die Vollendung des Medizinstudiums empfiehlt. Dann ist das Zahnmedizinstudium deutlich kürzer durchzuführen. Mit etwa 3,5 Jahren ist zu rechnen.

Einzelheiten zur Anrechnung von Medizin auf Zahnmedizin entnehmen Sie bitte der immer noch gültigen Approbationsordnung für Zahnärzte von 1955!

und zwar dem § 61. Finden Sie im Internet.

Außer in Bayern müssen Sie die zweite Approbation als Zahnarzt erst zur Facharztprüfung nach 5 Jahren vorweisen, so dass Sie parallel zum

Zweitstudium Zahnmedizin Ihre Facharztweiterbildung MKG absolvieren können und zwar typischerweise mit einer 0,5 Stelle.

Die Weiterbildung zum Neurochirurgen ist in diesem Kontext nicht sinnvoll.

Wenn Sie ein anderes chirurgisches Spezialfach wie Unfallchirurgie wählen, ist die gesamte Aus- und Weiterbildungszeit nicht viel kürzer.

Die wirtschaftlichen Aussichten sollten die Wahl eines Faches nicht ausschließlich beeinflussen, da niemand weiß, wie sich unser Gesundheitswesen entwickeln wird.

Ich gehe aber davon aus, dass sich die Investition in das Doppelstudium und in den Facharzt MKG auch in Zukunft rechnen wird. Da man ein medizinisches Fachgebiet bis zu 40 Jahre lang ausübt, sollte die persönliche Zufriedenheit mit dem Fach im Vordergrund stehen.

Die MKG ist unbedingt zukunftssicher und nimmt eher an Bedeutung zu, so dass ich diese Berufswahl bei Motivation empfehle.

 

 

Frage:

Ich studiere Humanmedizin im 7.Semester. Da die Informationen zu diesem Thema sehr stark voneinander abweichen bzw. meist eher Halbwissen zu sein scheinen wende ich mich an Sie: Ich würde gerne wissen, wie ich es in meiner Situation am schlauesten angehe, MKG-Chirurg zu werden.Kann ich parallel zum Humanmedizinstudium das Zahnmedizinstudium starten? Muss ich noch alle Zahnmedizinscheine machen?

Würde mich freuen, wenn Sie mir die Ausbildung kurz skizzieren bzw. mir Dokumente oder Adressen mit Informationen zu diesem Thema zusenden könnten.

 

Antwort:

Es gibt kein grundsätzliches Verbot neben dem Humanmedizinstudium Zahnmedizin zu studieren. Allerdings ist dies von Universität zu Universität verschieden, so daß Sie die Einschreibung vor Ort klären müssen. Über die ZVS werden zwei Numerus clausus-Studiengänge jedenfalls gleichzeitig nicht zugeteilt.

 Wenn Sie das Humanmedizinstudium abgeschlossen haben, so sieht die neue (Muster)Weiterbildungsordnung zum Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen vor, dass Sie erst mit Anmeldung zur Facharztprüfung das Zahnmedizin-Staatsexamen vorlegen müssen (gilt nicht in Bayern!). Demnach hätten Sie dann Zeit, parallel zur Facharztweiterbildung, die fehlenden Zahnmedizinscheine zu erwerben. Auch hier hängt es von den einzelnen Bezirksregierungen ab, welche Scheine aus dem Humanmedizinstudium für das Zahnmedizinstudium angerechnet werden. Auch hier existieren erhebliche Unterschiede zwischen den Universitäten, so dass sich die Bezirksregierungen an den Äquivalenzbescheinigungen der Universitäten in aller Regel orientieren.

 Für Ihre konkrete Situation bedeutet dies: Bemühen Sie sich möglichst vor Ort um eine Einschreibung im Fach Zahnmedizin und studieren Sie soviel wie möglich parallel zu Ihrem Humanmedizinstudium. Sollte dies nicht möglich sein, so bemühen Sie sich  möglichst schon jetzt um Klärung mit dem Landesprüfungsamt, welche Scheine Sie angerechnet bekämen auf das spätere Zahnmedizinstudium und beschaffen Sie sich die entsprechenden Bescheinigungen der Gestalt, dass Sie später ohne Schwierigkeiten auf Ihr Zahnmedizinstudium angerechnet werden.

 

 

 

Zusatzweiterbildung

 

Frage:

Ich befinde mich in der Ausbildung zum MKG Chirurgie und habe folgende Frage:Ist ein Erwerb der Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen" als MKG Chirurg auch in einer Abteilung für Plastische Chirurgie möglich?

 

Antwort:

Eine Facharztweiterbildung oder eine Zusatzweiterbildung können Sie nur erwerben, wenn die entsprechende Institution eine Weiterbildungsberechtigung für den angestrebten Facharzt bzw. die angestrebte Zusatzweiterbildung hat. Dies ist nach meiner Information an keiner Abteilung für Plastische Chirurgie gegeben. Da die Zusatzweiterbildung ja Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen bzw. HNO-Ärzten vorbehalten ist, müsste ansonsten der weiterbildungsberechtigte Arzt in dieser Plastischen Chirurgie gleichzeitig HNO-Arzt oder MKG-Chirurg sein. Darüber hinaus bin ich allerdings auch der Meinung, dass die Kernkompetenzen der Plastischen Operationen im MKG-Bereich ohnehin nur in unserem Fach bestehen.

 

 

 

Zukunft der MKG

Frage:

Können Sie mich bitte über die Zukunftsperspektiven in der MKG-Chirurgie informieren? Anbei sende ich Ihnen einige meiner Fragen:

Inwieweit sehen Sie gute Zukunftsperspektiven in der MKG Chirurgie?

- gibt es zu viele / zu wenige MKG Chirurgen in der Niederlassung, bzw. Universität?

- wie verhält sich die Alterstruktur / jährlicher Zulauf, bzw. Abnahme?

- arbeiten niedergelassene MKG-Chirurgen primär auf dem Feld der zahnärztliche Chirurgie oder transferieren sie sich in     Richtung ästhetische Chirurgie / Spannungverhältnis zur Plastischen Chirurgie?

- lohnt sich auch wirtschaftlich die Investition in die lange Ausbildung?

 

Antwort:

Mit meiner Antwort möchte ich Sie unbedingt ermutigen, auf dem einmal eingeschlagenen Weg in Richtung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie fortzufahren. In Deutschland ist das Fach an jeder Universitätsklinik etabliert, während die Plastische Chirurgie nur sehr sporadisch anzutreffen ist. Dies bedingt die spezifische deutsche Situation, nach der in der MKG-Chirurgie die gesamte Fehlbildungschirurgie und die mikrovaskuläre Wiederherstellungschirurgie des Kopf-/Halsbereiches angesiedelt ist. Auch sind Schwerpunkte in der Schädelbasischirurgie, der Orbitachirurgie und Craniofacial-Chirurgie an vielen Stellen in Deutschland eng mit dem Fachgebiet MKG-Chirurgie verbunden. Daher lohnt sich sowohl fachlich als auch wirtschaftlich die Investition in die lange Ausbildung.  

In den nächsten Jahren ist mit einer erheblichen altersbedingten Ausdünnung der Versorgungsdichte zu rechnen. Da auch aktuell alle niedergelassenen MKG-Chirurgen meiner Kenntnis nach sehr gut zu tun haben, wird sich dies auch in der Zukunft keinesfalls verschlechtern. Eher besteht wegen des langen Ausbildungsweges ein Nachwuchsproblem. Es werden also auch in der Zukunft Weiterbildungsassistenten gesucht. Anders hätten Sie wohl auch kaum die Chance neben einem Zahnmedizinstudium in der MKG-Chirurgie zeitgleich als Assistent zu arbeiten.

Zusammenfassend kann ich Sie also nur bestärken, dass hochinteressante Fachgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie anzusteuern.

 

 

Europäischer Facharzt / EBOMFS

 

Frage:

Ich habe Ihre Anregung, am EBOMFS Assessment in Bologna teilzunehmen erhalten. Ich würde sehr gerne teilnehmen und möchte mich vorab erkundigen, ob die vorgeschriebene Zeitdauer nach der Facharztprüfung (2 Jahre) eine absolut strikte Voraussetzung für die Teilnahme ist. Alle anderen geforderten Voraussetzungen würde ich erfüllen. Ich hatte Ende September 2006 meine Facharztzeit erreicht, und den folgenden Prüfungstermin im Dezember 2006 wahrgenommen. Facharzt bin ich zum Prüfungszeitpunkt dann nicht ganz zwei Jahre.

Könnte ich mit diesen Voraussetzungen teilnehmen?

 

Antwort:

Sie sollten Ihre Anmeldung für das EBOMFS - Assessment einreichen. Die Zeiten zwischen dem nationalen Facharztexamen und dem Assessment werden nicht auf die Goldwaage gelegt. Im Gegenteil, das Executive Committee des Boards ist daran interessiert, den Zeitraum weiter zu reduzieren, um mehr Kollegen die Möglichkeite zu bieten, früher an dem Board-Assessment teilzunehmen. Sollte es wider Erwarten Schwierigkeiten bei der Anmeldung geben, lassen Sie es mich umgehend wissen.

 

 

 


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